Sony Ericsson Xperia Ray

Sony Ericsson Xperia Ray Nachdem Sony Ericsson Xperia PLAY bereits ein Android Smartphone veröffentlicht hat, das sich an eine ganz bestimmte Zielgruppe richtet, sollen auch die Ende Juni 2011 angekündigten Sony Ericsson Xperia Active und das hier getestete Xperia Ray ganz spezielle Käuferschichten erschließen. Während das Active als Outdoor-Smartphone dem bisherigen Platzhirschen Motorola Defy Konkurrenz machen soll, richtet sich das Ray an Personen, die das Smartphone auch als schickes Accessoire ansehen, dass optisch etwas hermachen soll und trotzdem genügend technische Power mitbringt. Wir sagen, ob das Unterfangen gelungen ist.

Bildschirm & Handhabung

Das Sony Ericsson Xperia Ray ist ein besonders kleines Smartphone. Die Display-Größe beträgt lediglich 3,3 Zoll, was allerdings die verhältnismäßig hohe Auflösung von 480 x 854 Pixeln hervorragend zur Geltung bringt. Die Bildqualität ist alles in allem bestechend gut – kräftigen Farben und klare Kontraste (dank der integrierten BRAVIA Engine) verwöhnen das Auge des Betrachters. Das Display zeigt sich als sehr resistent gegen Staub und Kratzer.

Ein weiterer Vorteil in der geringen Größe des Sony Ericsson Xperia Ray liegt im geringen Gewicht. Ganze 100 Gramm bringt das Gerät auf die Waage. Die Abmessungen von 11,10 x 5,30 x 0,94 cm zeigen außerdem, wie dünn das Xperia Ray geworden ist. Das Smartphone kann wunderbar auch für sehr lange Zeit in der Hand gehalten werden und fühlt sich dabei genauso gut an, wie die optische Gesamtanmutung des Geräts. Der Käufer kann zwischen vier verschiedenen Farben wählen (weiß, gold, schwarz und rosa-rot). Auffallend sind außerdem die extravagante LED-Leuchte, mit der Benachrichtigungen garantiert gesehen werden sowie die schicken Aluminium-Verzierungen.

Der Touchscreen lässt sich präzise mit Finger-Befehlen steuern, einzig das kleine Display kann hier und da zu kleineren Ungenauigkeiten führen. Multitouch-Eingaben sind möglich. Der Homescreen lässt sich mittels Widgets, Shortcuts etc. an die eigenen Wünsche angepassen. Sony Ericsson hat außerdem das hauseigene Timescape für soziale Netze integriert (Beschreibung im letzten Absatz).

Geschwindigkeit & Akkulaufzeit

Der 1 GHz Qualcomm-Snapdragon Prozessor und Android 2.3 (Gingerbread) bringen gemeinsam so viel Power auf die Waage, dass sich das Smartphone jederzeit flüssig bedienen lässt. Über einen Dual Core Prozessor verfügt das Sony Ericsson Xperia Ray nicht, was aber aktuell überhaupt kein Problem darstellt.

Mit knapp sieben Stunden Sprechzeit liegt die Akkulaufzeit im absoluten Durchschnitt. Bei normaler Nutzung sollte damit gerechnet werden, dass der Akku alle zwei bis drei Tage neu aufgeladen werden muss.

Anschlüsse & Speicher

Auf der Oberseite des Sony Ericsson Xperia Ray wurde neben dem Kopfhörereingang die Powertaste zum Ein- und Ausschalten des Geräts platziert. Im oberen Teil auf der rechten Seite hat hingegen die Lautstärkeregelung ihren Platz gefunden. Um die Micro SD-Karte ein- bzw. auszubauen, muss der Nutzer die Rückseitenschale entfernen.

Die Größe des internen Speichers ist mit nur 320 MB sehr knapp ausgefallen. Wenigstens lässt sich der Speicher durch eine externe MicroSD-Karte um bis zu 32 GB erweitern. Eine 8 GB MicroSD-Karte liegt dem Xperia Ray beim Kauf gleich bei. Da sich viele Apps vom internen Speicher auf die SD-Karte verschieben lassen, sollte es keine daher in den allermeisten Fällen zu keinen Speicherplatzproblemen kommen.

Telefon & Textnachrichten

Die Sprachakustik ist – wie von Sony Ericsson gewohnt – überdurchschnittlich bis gut. Nebengeräusche werden unterdrückt und sind letztendlich kaum mehr zu vernehmen. Der Gesprächspartner ist in der Regel laut und klar zu verstehen.

Bei der Texteingabe profitiert das Smartphone von der verbesserten Android 2.3 (Gingerbread)-Tastatur, die im Vergleich zu Android 2.2 (Froyo) durchdachter wirkt und dadurch intuitiver zu bedienen ist. Texteingaben für SMS, Emails usw. können sich in der Praxis ab und zu trotzdem zu einem kleinen Geduldsspiel entwickeln, was erneut am kleinen Display liegt.

Multimedia: Musik, Fotos & Videos

Das Xperia Ray bringt eine Kamera mit hoher 8,1 Megapixel-Auflösung (inklusive LED-Blitz und Autofokus) mit, die bei guten Lichtverhältnissen gestochen scharfe Fotos produziert. Aber selbst bei dämmerigen Lichtverhältnissen lassen sich zumeist gute Ergebnisse erzielen. Dies gewährleistet Sonys hauseigener Exmor R Sensor.

Die Videoqualität steht dem in kaum etwas nach. Mit dem Sony Ericsson Xperia Ray lassen sich HD-Videoaufnahmen (720 Pixel) machen, die selbst mit so manchem Camcorder nicht gelingen wollen. Sehr überzeugende Performance in diesem Bereich. Um das Multimedia-Vergnügen perfekt zu machen, spielt das Smartphone verschiedenste Audio- und Videoformate ab.

Unterwegs online gehen: Internet & Email

Per UMTS oder WLAN können Xperia Ray-Besitzer ins Internet gehen. Der Downloadbeschleuniger HSDPA schafft volle 7,2 Mbit pro Sekunde, während in der Upload-Richtung (HSUPA) 5,76 Mbit erreicht werden können. Positiv auf das Surfen im Internet wirkt sich die gute Touchscreen-Reaktion aus. Dafür kann das kleine Display den Spaß von Zeit zu Zeit etwas trüben. Am besten sollte die Funktion vor dem Kauf im Laden einmal ausprobiert werden.

Beim Abruf von Emails besteht die Wahl zwischen POP3, IMAP und Exchange. Es bleiben also keine Wünsche offen. Wer sich mit der installierten Email App nicht anfreunden können sollte, findet im Android Market zahlreiche Alternativen. Uns haben die Bordmittel aber vollkommen ausgereicht.

Betriebssystem: Android 2.3 (Gingerbread)

Auf dem Sony Ericsson Xperia Ray ist die momentan aktuellste Version Android 2.3 (Gingerbread) installiert. Slowdowns treten so gut wie nie auf und der Nutzer kann jederzeit flüssig durch die Menüs navigieren. Gegenüber Android 2.2 (Froyo) profitieren Smartphones mit Android 2.3 (Gingerbread) u. a. auch vom geringeren Akkuverbrauch und der neuen, bedienungsfreundlicheren Touchscreen-Tastatur.
Die theoretische Möglichkeit, die Near Field Communication-Funktion von Android 2.3 (Gingerbread) zu verwenden, scheitert allerdings am fehlenden NFC-Chip. Sony Ericsson hat sich auch beim Xperia Ray gegen den Einbau eines solchen Chips entschieden.

Nützliche Programme: Android Apps & Navigation

Mit dem Sony Ericsson Xperia Ray erhalten die Käufer natürlich Zugriff auf den Android Market, in dem sie mehr als 300.000 Apps zu jedem denkbaren Themenbereich finden. Bereits auf dem Gerät installiert sind u. a. YouTube und Google Maps.

Mit Google Maps wird das Gerät auch zu einem vollwertigen Navigationssystem. Google Maps Navigation hat mittlerweile alle Funktionen anderer Navigationssysteme implementiert und bietet beispielsweise auch die Möglichkeit, vor Straßen mit zurzeit hohem Verkehrsaufkommen zu warnen und rechtzeitig eine Alternativroute vorzuschlagen. Der öffentliche Nahverkehr kann ebenfalls mit in die Routenplanung einbezogen werden. Auch bei der Offline-Navigation macht die App Fortschritte, so dass während der Fahrt nicht zwingend eine bestehende Internet-Verbindung vorhanden sein muss.

Timescape

Das Xperia Ray verfügt über die hauseigene Timescape-Funktion. Damit lassen sich alle Kommunikationskanäle an einem Ort bündeln. Somit haben Käufer des Sony Ericsson Xperia Ray jederzeit den Überblick über ihre Facebook- und Twitter-Nachrichten, SMS und unbeantworteten Anrufe.

Die Konversations-Anzeige lässt sich auch auf eine bestimmte Person beschränken. Nachrichten und Mitteilungen aus der Vergangenheit können so leicht wiedergefunden werden.

24android: 4 Star Rating


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