Mobiles Internet via Drohne?

Google_SkyBender_I

Laut eines Berichts des Guardian testet Google derzeit die Bereitstellung von drahtlosem Internet mit der Hilfe von Drohnen. Die letztgenannten sollen dabei von Solarpaneelen angetrieben werden und die Leute am Boden mit High-Speed-Übertragungsraten versorgen. Diese Tests sind Teil des Projekts SkyBender, das sich derzeit im Spaceport America in New Mexico in Bearbeitung befindet. Eine stationäre Anlage am Boden soll dabei Funksignale von gleichzeitig mehreren Drohnen empfangen und verarbeiten.

Im Zuge der Tests kommen sogenannte Millimeterwellen-Funksignale zum Einsatz, die wichtiger Bestandteil der nächsten Generation drahtloser Datenübertragung (5G) sind. Die Tests sollen weitere Erkenntnisse zu der neuen Technologie liefern, die 40x schneller sein als der derzeitige LTE-Standard. Der Download eines ganzen Films in hoher Qualität wäre damit innerhalb weniger Sekunden möglich. Die Sache hat allerdings einen Haken. Millimeterwellen haben nur ein Zehntel der Reichweite von LTE-Signalen. Um dieses Problem zu lösen müssten die in sehr großer Höhe fliegenden Drohnen laut Jacques Rudell (Professor der Universität Washington) mit der sogenannten Phased-Array-Technik ausgestattet sein, um die Millimeter-Wellen erfolgreich zur Erde schicken zu können.Google_SkyBender_III

Das Projekt SkyBender wird von demselben Google Team betreut, das auch bereits ähnliche Projekte – wie beispielsweise das Project Loon – betreut. Die solargetriebenen Drohnen werden von Google Titan hergestellt und das Projekt Skybender wird durch ein (optional auch von Piloten gesteuertes) Flugzeug mit dem Decknamen Centaur unterstützt.

Das Ganze hat sehr große Ähnlichkeit mit einem Projekt der Forschungsgruppe DARPA (Defense Advanced Research Project Agency), die dem US-Militär untersteht. Durch sogenannte „Mobile Hotspots“ sollen Truppen, die auf der anderen Seite des Atlantiks stationiert sind, mit mobilen Internet (und Übertragungsraten von 1 GB/s) ausgestattet werden, um eine stabile Kommunikationsmöglichkeit zu gewährleisten. Auch hier erfolgt die Bereitstellung des Signals mit Hilfe von Drohnen.Google_SkyBender_II

Quelle

 

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.